Holzfachbegriffe erklärt – Splintholz, Kernholz, Spiegel

Wir erklären Holzfachbegriffe verständlich: Splintholz

Der Artikel wurde am 27.01.2020 zum letzten Mal überarbeitet.

Was ist Splintholz?

Als Splintholz bezeichnet man die hellere Holzschicht unter der Rinde eines Baumes, die dazu dient Wasser und Nährstoffe aus der Wurzel in die Baumkrone zu leiten. Jede Baumart besitzt Splintholz, allerdings gibt es je nach Holzart verschieden breite Splintholzzonen: – Robinie: hat nur 2 bis 3 Jahresringe Splintholz – Birke: hat zwischen 60 und 80 Jahresringe Splintholz.SplintholzWenn sich der Baum weiterentwickelt, wird nicht mehr der ganze Splint zum Wasser- und Nährstofftransport benötigt und der innere Teil des Stammes „verkernt“ (siehe „Kernholz“). Das Splintholz enthält meist ca. 3 mal so viel Wasser wie das Kernholz.

Verwendung von Splintholz

Je nach Baumart gibt es unterschiedliche Anwendungsgebiete für dieses Holz:

  • Eschensplintholz ist meist elastisch und zäh und eignet sich hervorragend für Sportgeräte
  • Nuss, Eichen- und Kiefernsplintholz wird oft als „Schmuck“ an der Oberfläche eingesetzt

Während es für Innenanwendungen eine optische Aufwertung ist, eignet sich das Splintholz durch die Anfälligkeit für Pilz- und Insektenbefall weniger für Außenanwendungen. Splintholz finden sich bei Holzböden vor allem in den Böden aus Eiche, Nussbaum und Lärche oder wenn ein natürlicher und lebhafter Look gewünscht wird. Dieser entsteht durch die Kombination aus hellerem Splintholz und dunklere Äste.  

Was ist Kernholz oder Reifholz?

Kernholz wird entweder als „Echtes Kernholz“ oder als „Reifholz“ bezeichnet und dient dem Baum als Stützung. Es ist der meist dunklere innere Kern eines Baumes, der sich farblich vom äußeren helleren Splintholz unterscheidet.  

Wie entsteht Kernholz?

Das Kernholz entsteht durch die Verkernung des inneren Splintholzes. Je älter der Baum wird, desto weniger Splintholz benötigt er, um Wasser und Nährstoffe von den Wurzeln in die Krone zu transportieren. Das Kernholz ist härter und weniger anfällig für Schädlinge, als das Splintholz. Es entsteht meist erst nach 20-40 Jahren. Böden, die ausschließlich aus Kernholz bestehen, sind in der Zeichnung ruhiger und wirken dadurch edler.

Kernholz
 

Echtes Kernholz

ist farblich deutlich vom Splintholz zu unterscheiden (z.B. Eiche: bräunliches Kernholz, weißlich/graues Splintholz Lärche: rötlich/braunes Kernholz, weißlich/gelbliches Splintholz).
Reifholz

 

Reifholz

ist farblich nicht vom Splintholz zu unterscheiden (zB. Fichte, Tanne, Rotbuche, usw.)

Was versteht man unter „Spiegel“ und Holzstrahlen?

Jeder Baum braucht zur Wasser- und Nährstoffleitung vom Stammäußeren zum Stamminneren so genannte „Holzstrahlen“ oder „Markstrahlen“. Gleichzeitig erhöhen die Strahlen die Festigkeit und Steifigkeit des Holzes. Bäume mit vielen Strahlen bekommen so weniger oft Längsrisse.

Holzstrahlen speziell angeschnitten bzw. gehobelt, erkennt man sie als „Flecken“, welche glänzend wirken wie ein „Spiegel“. Sie werden gern als gestalterische Elemente genutzt, weil sie die Optik beleben.

 

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